7 typische Fehler im Inbound Marketing

Wer mit Inbound Marketing zu tun hat, dem wird schon mal einer dieser Fehler unterlaufen oder zumindest begegnet sein. Und das ist gut. Warum? Na, weil man aus Fehlern lernen kann. Mithilfe dieser Learnings können Sie dann auch Ihre Inbound Marketing Strategie verbessern.

von Michael Dabrowski

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1. Fehler: Inbound Marketing ist keine einmalige Sache

Sie haben Ihre Inhalte erstellt, die Call To Actions an den richtigen Plätzen platziert und es funktioniert eine gute Weile. Glückwunsch! Allerdings sollten Sie jetzt nicht den klassischen Fehler begehen und die Sache erst einmal ruhen lassen.

Stellen Sie sich Ihr Inbound Marketing wie ein Feuer vor: Mühsam haben Sie eine Feuerstelle ausgemacht, das richtige Holz besorgt und behutsam eine kleine Flamme erzeugt, durch die sich Ihr Feuer entzündet. Und Inbound Marketing funktioniert genauso wie dieses Feuer – legen Sie nicht regelmäßig das richtige Holz nach, geht ihr Feuer langsam aber sicher wieder aus

Sie müssen regelmäßig neue Inhalte erstellen und Sie mit dem bereits vorhandenen Inhalten verknüpfen.

Ein berühmtes Beispiel: Der Unternehmensblog. Als die Idee auf dem Tisch lag, war es eine super Idee und in kurzer Zeit haben Sie regelmäßig interessante Beiträge veröffentlicht, die auch gut geklickt wurden.

Doch oft ruht man sich auf dem Erfolg aus oder es bleibt schlichtweg nicht die Zeit dafür, sich um den Blog zu kümmern, und so werden immer unregelmäßige Beiträge veröffentlicht, alte Beiträge verlieren schnell an Aktualität und werden nicht mehr aktualisiert und ein neuer Besucher findet veraltete Inhalte vor.

Folge: Ihre Inbound Marketing Strategie funktioniert nicht mehr.

Eine pauschale Lösung gibt es dafür nicht, deswegen geben wir Ihnen den Tipp, beim Erstellen Ihrer Inbound Marketing Strategie den zeitlichen Faktor mit einzubeziehen. Sie müssen nicht täglich neue Inhalte bereitstellen, wenn Ihnen eigentlich die Kapazitäten dafür fehlen.

Achten Sie lieber darauf, Inhalte mit hohem Mehrwert zu erstellen und diese aktuell zu halten. Inbound Marketing erfordert, stets am Ball zu bleiben und damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt.

2. Fehler: Wer Zeit hat, soll Inhalte erstellen

Die Verantwortung für die Erstellung von Inhalten wird häufig an den Kapazitäten der Mitarbeiter ausgerichtet. Das ist wohl die übliche Herangehensweise, wenn neue Inhalte erstellt werden sollen. Das kann eine Weile gut gehen und je nachdem, wie gut man das ganze strukturiert, kann es auch funktionieren.

Doch unsere Erfahrung zeigt, dass das eigene Inbound Marketing bei der Priorisierung oft weiter nach hinten rutscht, wenn sich die Projekte häufen. Um das zu vermeiden, würden wir Ihnen raten, jemanden einzustellen oder zu beschäftigen, der sich ausschließlich um Ihr Inbound Marketing kümmert.

Warum? Ganz einfach: für diese Person ist das Inbound Marketing dann immer an erster Stelle auf der Prioritätenliste und Sie vermeiden, dass es zum ersten Fehler kommt. Das Thema wird dann bei Ihnen ganzheitlich betrieben.

Es kann sich dediziert darauf konzentriert werden, wertvolle, hochqualitative Inhalte zu erstellen, ohne dass dazu ein anderes Projekt oder eine Aufgabe vernachlässigt werden muss.

Das führt unweigerlich zu einem größeren Mehrwert für den Nutzer, eine schnellere Contentproduktion und Ihre Inbound Marketing Maßnahmen können besser analysiert werden.

Denn gute Inhalte lassen sich nicht in wenigen Stunden, gar Minuten erstellen.

3. Fehler: Kein Mehrwert für den Nutzer

Nur, weil Sie über aktuelle Themen aus der Branche schreiben und Nutzer informieren, heißt das nicht automatisch, dass dieser einen großen Mehrwert aus Ihren Beiträgen ziehen kann.

Wenn der Nutzer auf Ihre Inhalte trifft, dann sollte er immer in das Gesamtkonzept eingespannt werden und vor allem sollte er das vorfinden, mit dem Sie ihn gelockt haben.

Versprechen Sie Ihrem Nutzer beispielsweise eine Checkliste zum Thema X und Sie gehen in einem längeren Artikel auf die einzelnen Punkte ein, dann haben Sie Ihn zwar nicht getäuscht, allerdings erwartet der Nutzer dann auch eine übersichtliche Checkliste, die er innerhalb einer Minute überfliegen kann.

Gerade bei Checklisten bietet es sich an, diese auch zusätzlich in ein hübsches PDF zu verpacken und mit den wichtigsten Inhalten zum Download anzubieten.

Damit kommen wir auch zum nächsten Fehler.

4. Fehler: Inhalte werden nicht richtig genutzt

Greifen wir das Beispiel mit der Checkliste noch einmal auf. Sie haben also ein PDF erstellt, das die wichtigsten Inhalte für Ihren Nutzer kompakt, übersichtlich und schön verpackt zusammenfasst. Und jetzt?

Bieten Sie es einfach mit einem Klick zum Download an? Das ist zwar auch eine Möglichkeit, allerdings können Sie gut aufbereitete Inhalte auch zur Leadgenerierung nutzen.

Wären Sie nicht auch bereit, für eine wichtige und übersichtliche Checkliste Ihre Kontaktdaten oder wenigstens Ihre Email anzugeben? Es ist sicher eine Gradwanderung, aber zumindest eine Überlegung (oder auch einen Test) wert.

Sie sollten die Chance wahrnehmen, mit Hilfe Ihrer Inhalte Leads zu generieren. Hier können Sie auch Ihre Brand Awareness mithilfe von Logos, Corporate Design und dem Design insgesamt erhöhen.

5. Fehler: Sie nutzen Ihre Leads nicht richtig

Sie sind nun also so weit, dass Sie regelmäßig neue E-Mail-Adressen über Ihre Inhalte erhalten. Aber was ist nun der nächste Schritt? Wir geben Ihnen ein Stichwort: E-Mail-Marketing.

E-Mail-Marketing ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihre Leads weiter durch Ihren Funnel zu schicken und so die potentiellen Kunden herauszufiltern. Richten Sie für Ihre Inbound Marketing Strategie unbedingt auch eine E-Mail-Kampagne ein.

Sie wollen wissen, wie das aussehen könnte? Dann melden Sie sich doch bei unserem Funnel an. Wir haben extra für Sie einen Beispiel-Funnel aufgebaut, wo wir Ihnen erklären, was hinter dem Konzept steckt. Sie bekommen von uns in einem Zeitraum von einigen Wochen exakt 6 E-Mails und danach wird Ihre E-Mail Adresse automatisch gelöscht. Kein Newsletter. Keine Werbeanfragen. Nur ein Beispiel-E-Mail-Funnel.

 

Mithilfe von automatisierten E-Mails können Sie Ihren Leads weitere Inhalte anbieten. So können Sie auch Ihre Brand Experience verbessern und dem Kunden das Gefühl vermitteln, Sie würden sich um ihn kümmern.

Sie haben dem Nutzer die ersten Hürden genommen und können Ihn jetzt weiter durch Ihren Funnel führen. Zielen Sie zum Beispiel darauf ab, Ihre Sales anzukurbeln, können Sie Ihren Leads einen exklusiven Deal oder Coupon anbieten, ihn über neue Produkte informieren und ihn somit anregen, weiterhin mit Ihrem Unternehmen zu interagieren.

Doch passen Sie auf den nächsten Fehler auf!

6. Fehler: E-Mail Marketing ≠ Spam

Ihre Leads sollten ein gutes Gefühl bekommen, wenn Sie E-Mails von Ihnen in ihren Postfächern vorfinden.

Wenn Sie Ihre neugewonnene E-Mail allerdings nur dazu nutzen, um Ihren Leads Angebote zu schicken, die Ihn im Zweifelsfall gar nicht interessieren, dann haben Sie Ihren Lead vermutlich so schnell verloren, wie Sie ihn gewonnen haben.

Denken Sie immer zuerst an den Mehrwert für Ihren Nutzer und dann an Ihren eigenen Vorteil. Haben Sie auch immer ein Auge darauf, in welche Phase der Buyers Journey Sie Ihren Lead abgeholt haben.

7. Fehler: Die Buyers Journey ignorieren

Wann immer Sie Ihre Inhalte erstellen, sollten Sie sich ebenfalls Gedanken zur Buyers Journey machen.
Wo (im Kaufentscheidungsprozess) befindet sich Ihr potentieller Lead gerade?
Möchte er erst einmal allgemein Informationen über etwas sammeln?
Oder sucht er schon nach konkreten Produkten oder Dienstleistungen?

Das ist wichtig für Sie, da Sie Ihren Lead nur dann abholen und begleiten können, wenn Sie verstanden haben, wo sich dieser gerade auf seiner Buyers Journey befindet.

Richten Sie Ihre Inbound Marketing Strategie und auch Ihr E-Mail-Marketing danach aus, dann sind die Chancen höher, dass Sie qualitative Leads generieren, die Ihnen auch tatsächlich von Nutzen sind und nicht eine weitere E-Mail-Adresse in Ihrer Mailingliste, der Ihre E-Mails vermutlich nicht einmal öffnet.

Ein paar letzte Worte

Dies sind nur ein paar der typischen Fehler, die man begehen kann, aber nicht muss. Wir hoffen, dass Sie daraus schon etwas lernen konnten und diese nicht noch einmal selber durchlaufen müssen.

Inbound Marketing ist und bleibt unser Lieblingsthema, deshalb scheuen wir uns nicht davor, auch mal einen Fehler zu machen und das sollten Sie auch nicht.

Denn wie heißt es so schön: Nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler.

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